TVcentral Installations-HOWTO

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Einführung

Dieses HowTo habe ich geschrieben, weil ich oft darauf angesprochen wurde, weshalb es kein HowTo für die Installation von TVcentral gibt und weil viele neue Benutzer gar nicht wissen was Sie alles für einen kompletten HTPC benötigen.

Da dieses HowTo in der Anfangsphase nur die Hauppauge WinTV PCI als TV-Karte beschreibt, bitte ich User mit anderen TV-Karten um entsprechende Informationen, damit ich diese nachpflegen kann. Diese können jederzeit an tvc@eye-on.de gesendet werden.

Nun möchte Ich in diesem HowTo die Installation eines "frischen" HTPCs beschreiben, also ab einer sauberen Neuinstallation von Microsoft Windows XP, bis zur Grundkonfiguration von Sceneo TVcentral.

Ich wünsche viel Spass beim lesen und hoffe vorab das ich etwas helfen konnte.

gruss,
der lex

Bekannte Fehler

Verwendete Hardware

Hauptplatine: Asus K8VSE Deluxe
Prozessor: AMD Athlon 64 3200+
Speicher: 512 MB PC3200 DDR
Festplatte: Verschiede (Bootplatte: Seagate 160GB 7200RPM
CD-Laufwerke: Pioneer SlotIn 16x DVD, LG DVD-Brenner
Grafikkarte: Asus 7700 Geforce 2 GTS 64 MB
TV-Karte: Analoge Hauppauge WinTV PCI an Haussatanlage
Soundkarte: Creative Soundblaster Live! 5.1 mit Live!-Drive
ISDN-Karte: Fritz! ISDN/DSL-Modem
AV-Receiver: Yamaha HTR-5630 über digitales Coax-Kabel angebunden
Beamer: SHARP Z90E angebunden wahlweise direkt über RGB oder über S-Video vom AV-Receiver

Benötigte Software

Grundinstallation

Treiberinstallation

Chipsatz

Nach Abschluss der Installation, sind zuallererst die entsprechenden Treiber für die verwendete Hardware einzuspielen. Wobei man natürlich nicht entsprechende Chipsatztreiber wie die 4in1-Treiber von VIA für sein Motherboard vergessen sollte, denn diese sollten immer zuerst installiert werden.

IDE-Controller

Danach spiele ich meist Festplatten-Controller Treiber ein, wenn diese nicht schon bei der Windows-Installation eingespielt wurden.

Grafikkarte

Nach den Treibern für die IDE-Controller weise ich meiner Grafikkarte einen aktuellen Treiber zu, da die Treiber von Windows nur temporär zu verwenden sind. Hier empfehle ich für nVidia-Chipsätze folgenden Treiber: nVidia Forceware 61.77 und für ATI-Karten das entsprechende Pendant: ATI Catalyst 4.9.

Soundkarte

Da ich schon aus Zeiten vor den HTPCs schlechte Erfahrungen mit Onboard-Chipsätzen für den Sound gemacht habe, empfehle ich gern die Creative Soundblaster Live! als Sounddevice. Mit anderen Soundkarten sollte es eigentlich auch keine Probleme geben, mal abgesehen von den Problemen der "kleinen" Terratec Aureon Fun, welche leider nicht die Möglichkeit bietet ein sogenanntes NON AUDIO Bit zu setzen, weshalb man mit der Karte kein AC3 an den AV-Receiver durchschleifen kann. Aktueller Treiber für die von mir verwendete Soundblaster Live! 5.1 ist hier zu finden.
In den Mixer-Einstellungen muss zur Nutzung eines AV-Receivers unter xxx das AC3-Decoding deaktiviert werden, damit der AV-Receiver den unbearbeiteten AC3-Stream durchgereicht bekommt.

ISDN/DSL-Karte

Nun installiere ich die aktuellesten Treiber von der AVM Treiberdownloadseite, und konfiguriere das DSL-Modem und den CAPI-Treiber der ISDN-Komponente dieser Karte.

Netzwerkkarte

Als vorletztes installiere ich die Onboard-Netzwerkkarte Marvell 88E8001 GbLAN mit den neuesten Treibern von der Asus Homepage: Version 6.30.

TV-Karte

Bei der TV-Karte ist es besonders wichtig die aktuellsten Treiber zu verwenden.
Für einige TV-Karten kann man den Treiber benutzen, welcher bei TVcentral mitgeliefert wird. Dazu entpacke ich die TVcentral.zip in einem beliebigen temporären Verzeichnis auf der Festplatte.
Dann sehe ich neben der Setup.exe auch noch das Verzeichnis Treiber, wie man auch schön Anhand von Abbildung 1 erkennen kann.
In diesem Verzeichnis befinden sich zwei Unterordner mit folgenden Namen: Analog und Digital.
Da die von mir verwendete Hauppauge WinTV PCI mit BT878-Chip ist, und ich mit dem mitgelieferten Treiber Probleme hatte, ist für mich der Inhalt dieses Ordners nicht von Interesse.
Ich lade den aktuellsten Treiber Version 3.41.22160 von der Hauppauge-Website.
Nachdem diese runtergeladen wurde, starte ich die Installation und habe kurze Zeit später meine TV-Karte eingerichtet.

Abbildung 1

Abbildung 1: Das entpackte Zip-Archiv TVcentral.zip

Abschluss der Treiberinstallation

Ist nun auch die fast komplett automatische Treiberinstallation der TV-Karte gelungen, habe ich meine komplette Hardware mit den aktuellsten Treibern eingerichtet.
Also spiele ich als nächstes DirectX 9.0c auf, da das beim Servicepack 2 mitgelieferte DirectX leider fehlerhaft ist.
Habe ich das getan installiere ich das Servicepack 2 für Windows XP auf.
Ist dieses auch eingerichtet, folgen noch Microsoft .NET und die XML Core Services, welche von einigen Plugins benötigt werden.
Nun kann eine Firewall und ein Virenscanner installiert werden, bevor ich zum nächsten Punkt in diesem HowTo komme.

Codec-Installation

MP3

Zuerst installiere ich grundsätzlich einen Audio-, genauer MP3-Codec, da ich dann beim restlichen Installieren meine Musik geniessen kann.
Da ich grad auch beim Audio-CD rippen gute Erfahrungen mit iTunes von Apple gemacht habe, installiere ich einfach diesen, da dadurch auch ein MP3-Codec auf dem Rechner installiert wird.
Ein weiterer Vorteil von iTunes ist, das man damit auch gut die ID3-Tags der MP3-Sammlung bearbeiten kann. Bei CD-Covern in den ID3-Tags sollte man diese dazu in Version 2.4 konvertieren, indem man die Dateien auswählt, mit rechts klickt und ID3-Tags konvertieren auswählt.
Bei der Installation von iTunes wähle ich Quicktime ab, da ich ja Quicktime-Alternative installieren will.

DivX

Als nächstes installiere ich DivX, um die meisten selbstgerippten DVDs aus meiner Sammlung sehen zu können.
Die Installation ist ganz einfach und macht in der Regel keine Probleme.
Kurze Zeit später befindet sich der DivX-Codec, sowie meist ein passender kleiner Player auf der Festplatte.

Xvid

Genauso wie bei DivX, lässt sich die Installation von Xvid, der "freien" Alternative zu DivX, durchführen.

Real-Alternative

Auch die Installation von Real-Alternative bereitet keine großen Probleme, denn der Installationsprozess ist selbsterklärend gestaltet.
Nach Abschluss der Installation habe ich den alternativen Codec, sowie einen kleinen alternativen Player.

Quicktime-Alternative

Die Installation von Quicktie-Alterative läuft im Grunde genauso ab, wie die von Real Alternative.

Mpeg2-Decoder

Als Mpeg2-Decoder, der hauptsächlich bei DVDs zum Einsatz kommt empfehle ich InterVideo WinDVD, dessen neueste Version (6) man als Testversion unter dem oben angegebenen Link herunterladen kann. Dieser Codec wird von mir auch für das LiveTV verwendet. Die Installation ist, wie sollte es auch anders bei einem derart populärem kommerziellem Programm sein, auch kinderleicht.
Nach der Installation kann man WinDVD sogar direkt freischalten, wenn man den passenden Freischaltcode bei InterVideo erworben hat.

Alternativ kann als Mpeg2-Decoder natürlich auch CyberLink PowerDVD zum Einsatz kommen. Die Installation ist aber ähnlich der von WinDVD gehalten.
Hier traten bei mir aber Probleme im Hinblick auf die Wiedergabe auf, da der Film mit mehr als einfacher Geschwindigkeit lief.

Installation von TVcentral

Habe ich nun alle erforderlichen Codecs installiert, wende ich mich wieder dem Verzeichnis zu in welchem ich die TVcentral.zip entpackt habe (Abbildung 1). Nun starte ich die Setup.exe und es beginnt die Installation von Sceneo TVcentral (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Die Installation von Sceneo TVcentral beginnt

Den Willkommenscreen des Installationswizards kann man getrost mit Weiter wegklicken.

Als nächstes wird die readme.txt geöffnet, welche ich nicht wegklicke, sondern nur minimiere, da dort immer aktuelle wichtige Informationen zu finden sind.
So zum Beispiel auch der Tip mit den Grafikkartentreibern.

Unter der readme.txt kommt die Lizenzvereinbarung von Sceneo (Abbildung 3) zum Vorschein, welche ich natürlich mit Ja bestätigen muss um Sceneo TVcentral zu installieren.

Nachdem ich nun der Lizenzvereinbarung zugestimmt habe, bekomme ich die Möglichkeit, auszuwählen in welches Verzeichnis ich TVcentral installieren möchte (Abbildung 4).
Manche Leute haben für ihre Anwendungssoftware eine getrennte Festplatte oder zumindest Partition, ich installiere trotzdem an die vorgegebene Stelle.

Abbildung 3

Abbildung 3: Sceneo TVcentral Lizenzvereinbarung

Abbildung 4

Abbildung 4: Auswahl des Installationspfades

Nach der Angabe des Installationspfades erscheint das Fenster für die Sceneo Club-Anmeldung (Abbildung 5).
Dies ist nicht die direkte Anmeldung zur Club-Version, sondern ermöglicht einem eine Anmeldung des Clubs für die Folgeversion.
Dieser assistent ist eigentlich für Anwender gedacht, die schon einen Key haben (z.B. durch Kauf der Download- oder Boxversion) und sich nachträglich dazu entschließen, Clubmitglied zu werden. Denn Assistenten kann man übrigens ganz einfach durch einen Klick auf "Abbrechen" und dann auf "Beenden" schließen.
Möchte man die Club-Edition von TVcentral jetzt kaufen um einen Freischaltschlüssel zu bekommen, muss man dies im Sceneo Shop tun.
Hier wird nach der Bestellung eine eMail zugesandt, die den Freischaltschlüssel enthält. Die Club-Anmeldung für die Folgeversion kann dann unbeachtet bleiben.

Abbildung 5

Abbildung 5: Sceneo Club-Anmeldung

Nachdem ich den Registrierungsassistenten für die Sceneo Club-Anmeldung weggeklickt habe kann ich auswählen wie der Eintrag im Startmenü heissen soll (Abbildung 6).

Wurde auch diese Eingabe gemacht, startet der Kopiervorgang (Abbildung 7).
Nach wenigen Minuten hat man Sceneo TVcentral installiert.

Abbildung 6

Abbildung 6: Programmordner im Startmenü

Abbildung 7

Abbildung 7: Der Kopiervorgang

Nach dem kopieren der ganzen Dateien wird das Ende der Installation gezeigt (Abbildung 8).
Hier kann man das Häckchen bei Verknüpfung auf dem Desktop anlegen natürlich wegnehmen, aber Einrichtung nach der Installation starten sollte man ausgewählt lassen, damit automatisch der Wizard gestartet wird.
Dies ist im Grunde auch schon das Ende der Installation.

Abbildung 8

Abbildung 8: Das Ende der Installation

TVcentral Grundkonfiguration

Nun sollte der Einrichtungsassistent, kurz Wizard (Abbildung 9), gestartet werden.
Ist eine TV-Karte in dem Rechner vorhanden und der HTPC am Internet angeschlossen, so kann meist einfach durch einen Klick auf Weiter die Einrichtung begonnen werden. Ist in dem Rechner zusätzlich eine ISDN-Karte eingebaut, ist auch bei ISDN-Karte/Modem mit CAPI 2.0 ein Häckchen zu setzen.
Sollte der Rechner nur über die ISDN-Karte online gehen, sollte daran gedacht werden, das man spätestens auf dem Screen, wenn man auswählt wo die Filme liegen, online geht.
Ansonsten könnte es sein das eine Fehlermeldung bei der Suche der Stadt für die Wetterdaten erscheint. Dazu aber später mehr.

Abbildung 9

Abbildung 9: Der Einrichtungsassistent

In dem nun folgenden Dialog für die TV-Karte, muss nun zuerst die Selbige eingerichtet werden.
Durch einen Klick auf Einrichten öffnet sich mir nun ein Fenster (Abbildung 10), in dem ich die Grundkonfiguration meiner TV-Karte vornehmen kann.
Sollte unter Verwendete TV Karte keine zur Auswahl stehen, so kann dies daran liegen, das die TV-Karte noch nicht von Sceneo unterstützt wird. Eine Liste der unterstützten Karten findet man hier: TVcentral Leistungsübersicht.
Steht die verwendete TV-Karte in dieser Liste, sollte eventuell ein neuerer Treiber, im Zweifelsfall ein passender Treiber aus dem temporären Verzeichnis (Abbildung 1) in das TVcentral.zip entpackt wurde, installiert werden.

Desweiteren können Zielverzeichnisse für Timeshift und Aufnahme, sowie das verwendete Aufnahmeformat eingestellt werden.

Im zweiten Reiter Tuner (Abbildung 11) können der Regionalcode, sowie im Bereich Frequenzoptionen die Einstellungen für automatisches Tuning und den Tuningbereich vorgenommen werden.

Abbildung 10

Abbildung 10: TV-Karte einrichten - Reiter Allgemein

Abbildung 11

Abbildung 11: TV-Karte einrichten - Reiter Tuner

Der dritte Reiter Decoder (Abbildung 12) gibt Benutzern mit TV-Karten ohne MPEG-Decoder die Möglichkeit einen Software-Decoder einzustellen.
Dieser wird auch bei den Besitzern von TV-Karten mit MPEG-Decodern für Timeshifting verwendet.
Hier hat sich bei mir in Verbindung mit der WinTV PCI der InterVideo Decoder als gut erwiesen.

Unter dem Reiter Encoder (Abbildung 13) verbergen sich die Einstellungen für Software-Encoding.
Hier können Benutzer analoger Karten für die Aufname im MPEG2-Format das Häckchen setzen.

Abbildung 12

Abbildung 12: TV-Karte einrichten - Reiter Decoder

Abbildung 13

Abbildung 13: TV-Karte einrichten - Reiter Encoder

Der Reiter Audio (Abbildung 14) bietet Besitzern von analogen TV-Karten mit Line-Out zur Soundkarte die Möglichkeit dieselbe auszuwählen, sowie den richtigen Eingang auszuwählen über welchen das Audio-Signal von der TV-Karte kommt.

Abbildung 14

Abbildung 14: Der TV-Karte einrichten - Reiter Audio

Hat man alles eingestellt, schließt man das Fenster durch einen Klick auf Ok und gelangt wieder zu dem Punkt wo man war, bevor man auf TV Karte einrichten geklickt hat.
Nun ist auch der Button Einrichten aktiv, welcher den Kanaleinstellungen dient.
Wenn ich nun diesen anklicke, präsentiert sich mir wieder ein neues Konfigurationfenster (Abbildung 12), in welchem ich die Fernseh- und Radiokanäle verwalten kann.

Abbildung 15

Abbildung 15: Verwaltung der Fernseh-/Radiokanäle

Nun kann man vorgegebene Kanallisten auswählen, neue hinzuladen, oder einfach auf Sendersuchlauf klicken um selbst Sender suchen zu lassen. Dadurch wird dann eine neue (eigene) Senderliste angelegt.
Klicke ich nun also auf Sendersuchlauf öffnet sich ein neues Fenster (Abbildung 16), in welchem man Region und Transponder einstellen kann.
Für TV-Karten mit Radiotuner kann man auch einstellen, das Radiokanäle in der Suche mit einbezogen werden.
Den Sendersuchlauf starte ich durch einen Klick auf Starten, was mir auch erlaubt noch einen Kaffee zu kochen, da dies vermutlich der Zeitaufwendigste Teil der Installation ist.
Der Sendersuchlauf sollte übrigens nach jedem Update einmal ausgeführt werden.

Abbildung 16

Abbildung 16: Der Sendersuchlauf

Ist der Sendersuchlauf abgeschlossen, schliesst man das Fenster durch einen Klick auf OK und übernimmt dabei die Sender in die neue Senderliste im Fenster Kanalverwaltung (Abbildung 15).
Nun kann man in der linken Liste die einzelnen Sender durch setzen der Häckchen in den Checkboxen vor den einzelnen Sendern auswählen, beziehungsweise durch einen Klick auf das linke Icon unten (Abbildung 17) alle Sender auf einmal auswählen, um diese durch einen Klick auf den grünen Pfeil (Abbildung 15) in seine Favoritenliste zu übernehmen.
Das einige Sendernamen nicht korrekt dargestellt werden, wie oben in Abbildung 15 zu sehen, kann übrigens passieren, da der Sendernamen bei analogen Karten aus dem Videotext übernommen wird.

Abbildung 17

Abbildung 17: Alle gefundenen Sender auswählen

Abbildung 18

Abbildung 18: gewählte Sender übernehmen

Abbildung 19

Abbildung 19: Sender editieren

Fehlerhafte Sendernamen können natürlich verbessert werden. Auch ein manuelles Nachtuning ist möglich, indem man auf das Icon zum editieren des Senders klickt (Abbildung 19). Zur Einstellung des Senders öffnet sich das Fenster zum editieren/hinzufügen von Sendern (Abbildung 20), in welchem man die volle Kontrolle über jeden Sender hat.

Abbildung 20

Abbildung 20: Die volle Kontrolle über den Sender: das Fenster editieren/hinzufügen

Hinweis:

Die Einstellung der TV-Karte und der Sender erreicht man später auch über das Sceneo TVcentral Konfigurationsprogramm, indem man dort auf den Reiter Full-Time Plugins klickt.
Dort wählt man dann einfach Live TV aus und kann dann in die LiveTV Einstellungen gehen um die Einstellungen der TV-Karte zu ändern, beziehungsweise in dem LiveTV Kanalmanager die Sendereinstellungen anpassen um zum Beispiel die Sendernamen zu korrigieren.

Hat man das LiveTV nun komplett konfiguriert gelangt man durch einen Klick auf Ok wieder in den Wizard.
Nun wird man aufgefordert den Standort seiner Bilder/Fotos, für den Menüpunkt Bilder in TVcentral, anzugeben (Abbildung 21).
Hat man mehr Standorte anzugeben, kann man diese später ohne weiteres im Import-Plugin konfigurieren.

Abbildung 21

Abbildung 21: Der Wizard fordert mich auf den Standort meiner Bilder anzugeben

Nach Angabe der Position der Bilder und Bestätigung dieser mit Weiter gelang man zum nächsten Punkt des Wizard.
Alternativ kann man natürlich auch ohne ein Verzeichnis anzugeben zum nächsten Punkt kommen, indem man Überspringen anklickt.

Als nächstes fordert der Wizard mich auf den Standort meiner Musik, also z.B. meiner MP3's anzugeben (Abbildung 22).
Auch hier werden natürlich alle Unterordner mit eingelesen.
Durch die angewählte Checkbox ID-Tags beim Import von Musik verwenden, werden die ID3-Tag-Infos der Musikstücke ausgewertet um den Interpreten, Titel, Albumname, etc. herauszufinden.
Ist diese Checkbox nicht ausgewählt, werden durch entsprechende Filter die Informationen bezogen.
Zum Beispiel durch die Verzeichnis- und Dateinamen.

Abbildung 22

Abbildung 22: Die Abfrage nach der Position meiner Musikdateien

Nun folgt die Frage nach der Position meiner Filme (Abbildung 23).
Hier kann man nun angeben, wo Backups von Filmen auf dem Computer gespeichert sind, damit diese später in der Videothek in TVcentral auftauchen.
Hier wird der Filmname nach dem Namen des Verzeichnisses ermittelt.
Bitte spätestens nun online gehen, da im folgendem Schritt der Konfiguration eine Onlineverbindung gegeben sein muss.

Abbildung 23

Abbildung 23: Die Position der Filme wird vom Wizard abgefragt

Nach den Filmen werden die Wetterdaten abgefragt, sofern man in Abbildung 8 bestätigt hat, das der HTPC über eine Internetanbindung verfügt.
Im Screen Wetter (Abbildung 24) des Wizards kann man seinen Wohnort angeben und mittels eines Klicks auf Suchen, online in den Wetterdaten, danach suchen lassen.
Ist die eigene Stadt nicht in der darauf folgenden Auswahl zu finden, muss ich es mit der nächten größeren Stadt in der Umgebung ausprobieren.
Ausserdem kann man schöne Wetterkarten einbinden, indem man in dem unteren Feld die URL angibt.
Hier sind nur Webserver erlaubt, daher funktionieren URLs zu FTP-Servern leider nicht.

Abbildung 24

Abbildung 24: Der Wohnort für die Wetterdaten wird abgefragt

Hinweis:

War man nicht beim Klick auf Suchen online, kann es sein, das man eine Fehlermeldung (Abbildung 25) bekommt.
Aber das ist auch kein Problem, einfach online gehen, die Fehlermeldung mit OK bestätigen und nochmal auf Suchen klicken.

Abbildung 25

Abbildung 25: Fehlermeldung wenn man nicht online war

Im darauf folgenden Fenster wird man informiert das für den Import einiger Daten eine Internetverbindung erforderlich ist.
Aufgrund der Wetterdaten sollte diese ja schon bestehen. Mit einem einfachen Klick auf Weiter gelangen wir zum Datenimport.

Im Dateninport-Screen (Abbildung 26) sehen wir nun wie die angegeben Verzeichnisse für Bilder, Musik und Filme durchsucht werden und die gefundenen Daten in die interne Datenbank übernommen werden.
Ausserdem werden die aktuellen Wetterinformationen aus dem Netz geladen und die EPG-Daten für die nächsten Tage heruntergeladen.
Beim EPG-Import erscheint eventuell noch eine Meldung vom on4u-Server (Abbildung 24), welche aber nach dem Import automatisch verschwindet.

Abbildung 26

Abbildung 26: Der Datenimport

Abbildung 27

Abbildung 27: Die Meldung des on4u-Servers

Ist der Datenimport abgeschlossen, was etwas Zeitaufwendig ist, präsentiert sich der letzte Screen des Wizards der uns noch vom ersten TVcentral-Start trennt (Abbildung 28).
Diesen kann man im Normalfall einfach mit Fertigstellen wegklicken, wonach direkt zum ersten Mal TVcentral gestartet wird.
ISDN- und Modemuser können bei diesem Screen wieder ihre Internertverbindung trennen.

Abbildung 28

Abbildung 28: Die Konfiguration ist fertiggestellt

Nun sollte der erste Start von TVcentral folgen, und nach kurzer Zeit präsentiert sich das TVcentral Hauptmenü zum ersten mal (Abbildung 29).

Abbildung 29

Abbildung 29: TVcentral ist gestartet

Weitere Import-Einstellungen kann man dann im Konfigurationsprogramm vornehmen, auf welches ich nun eingehen werde, indem ich kurz beschreibe was man alles konfigurieren kann und ein paar Tips gebe.

TVcentral Konfigurationsprogramm

Das Konfigurationsprogramm ist sozusagen die Schaltzentrale im Hintergrund von TVcentral.
Ich starte das Konfigurationsprogramm, indem ich auf TVcentral-Konfiguration im Startmenü klicke.
Nun sehe ich als erstes den Reiter Menü, nachdem das Konfigurationsprogramm gestartet ist (Abbildung 30).

Abbildung 30

Abbildung 30: TVcentral-Konfiguration nach dem Start - Der Reiter Menü

Im Reiter Menü sieht man sie Menüstruktur von TVcentral, kann die einzelnen Moduleigenschaften ändern, beziehungsweise neue Module hinzufügen, um zum Beispiel ein eigenes Programm in TVcentral zu integrieren.

Desweiteren lässt sich hier auch der Zugriff auf einzelne Module beschränken, indem man auf das entsprechende Modul klickt, dann rechts den Reiter Zugriffsrechte auswählt und dann entweder einen PIN für die Benutzung dieses Moduls festlegt, oder eine Beschränkung auf bestimmte eingetragene Benutzer festlegt. Hierzu muss dann natürlich die Benutzerverwaltung aktiv sein.

Auf dem Reiter Allgemein (Abbildung 31) kann man grundlegende Konfigurationen von TVcentral anpassen, wie die verwendete Sprachdatei, Fensterposition und Ausmaße, sowie den Servermodus konfigurieren und aktivieren.

Abbildung 31

Abbildung 31: Der Reiter "Allgemein"

Der Reiter Eingabe (Abbildung 32) dient dazu die Tastenbelegung von TVcentral anzupassen, neue Tastenbelegungen festzulegen und WinLirc-kompatible Fernbedienungen anzulernen.

Abbildung 32

Abbildung 32: Der Reiter "Eingabe"

Der Reiter Benutzer (Abbildung 33) ermöglicht es eine Benutzerverwaltung für TVcentral zu nutzen.
Hier kann man neue Benutzer anlegen, welchen ein Bild für den Login-Screen zugewiesen werden kann, sowie eine PIN-Nummer, mit welcher diese sich authentifizieren können.
Dies ist sinnvoll, wenn man einzelne Module auf dem Reiter Allgemein (Abbildung 31) unter Zugriffsrechte nur für bestimtte Benutzer freischaltet.
So kann z.B. eine bestimmte Videothek nur für User XY gelten, während eine andere Videothek für alle User zugänglich ist.

Abbildung 33

Abbildung 33: Der Reiter "Benutzer"

Auf dem Reiter Full-Time Plugins (Abbildung 34) hat man den vollen Zugriff auf alle installierten Full-Time Plugins.
Dies sind zum Beispiel Wecker, CD-Information, LiveTV, oder der Sound-Player.
Diese kann man durch setzen des Häckchens in der Checkbox aktivieren, bzw. durch wegnehmen deaktivieren.
Ausserdem bieten einem die meisten installierten Plugins hier durch anklicken weitere Konfigurationsmöglichkeiten. So kann man zum Beispiel durch Klicken auf LiveTV einfach auf die schon vom Wizard bekannten Konfigurationselemente für die Auswahl der TV-Karte, bzw. die Senderkonfiguration zugreifen.
So ist es meist zwingend erforderlich den Video-Player bezüglich Decoder, etc. zu konfigurieren.

Abbildung 34

Abbildung 34: Der Reiter "Full-Time Plugins"

Der Reiter Medienbibliothek (Abbildung 35) dient in erster Linie dem Zugriff auf die intern genutzte Datenbank.
Daher sollten hier alle gefundenen Medien aufgelistet sein. Diese können hier natürlich auch von Hand verbessert werden.
Die einzelnen Tabellen befinden sich übrigens im Unterverzeichnis Library vom TVcentral Installationsverzeichnis. Es ist manchmal ganz nützlich vor einem Update zumindest diese Daten zu sichern.
Links sehen wir die einzelnen Tabellen, also für jedes Modul, wie zum Beispiel Alarmclock, File, oder Lotto

Abbildung 35

Abbildung 35: Der Reiter "Medienbibliothek - Elemente"

Der Unterreiter Importe (Abbildung 36) gibt den Blick auf die definierten Importfilter frei.
Nach einer frischen Neuinstallation ist jeweils nur einer eingerichtet.
Dieser lässt sich aber ohne Weiteres anpassen oder entfernen.
Natürlich können auch weitere Importfilter hinzugefügt oder direkt gestartet werden.

Abbildung 36

Abbildung 36: Der Reiter "Medienbibliothek - Importe"

Abbildung 37 zeigt das Fenster, welches sich öffnet, wenn man den Import-Filter für die Filme editiert.
Nun hat man verschiedene Import-Modi zur Auswahl: Bestehende Elemente aktualisieren und neue Elemente hinzufügen, welches meist vollkommen ausreicht, oder Alle Elemente löschen und neu importieren, welches man z.B. benutzt, wenn man große Datenmengen verschoben hat und daher seine Datenbank neu organisieren muss.
Ausserdem stehen einem verschiedenste Import-Plugins zur Verfügung, mit welchen man je nach Elementtyp (Filme, Bilder, Musik) am besten die Metadaten in die Datenbank importieren kann.
Am einfachsten geht es bei gut getagten MP3-Sammlungen mit dem Musik-Tag Import-Plugin, während bei Filmen meist das Plugin zum Import über Tag-Masken weiter hilft, da man die Filmsammlung meist in Unterverzeichnissen sortiert.
Bei Filmen ist es meist ratsam unter den Eigenschaften bei Dateien innerhalb eines Verzeichnisses gruppieren ein Häckchen zu setzen, weil man manchmal Filme in 2 oder mehr Stücken in einem Verzeichnis liegen hat. Diese werden dadurch als ein Film erkannt und am Stück abgespielt. Desweiteren lässt sich hier ein Zeitpunkt für den automatischen Import festlegen. Standartmässig ist Täglich um 0:00 Uhr aktiviert, sowie das der Rechner dann aufgeweckt werden soll.

Abbildung 37

Abbildung 37: Der Reiter "Medienbibliothek - Importe"

kurzer Problemguide

Fehlermeldung ".NET nicht registriert" erscheint

Für einige Plugins benötigt man das Microsoft .Net-Runtime Environment.
Hat man dieses runtergeladen und installiert muss man es noch für TVcentral registrieren. Dies macht man am besten indem man den DotNetConnection Rgistry-Patch runterlädt, entpackt und mittels eines Doppelklick ausführt.
Danach sollte es keine Probleme mehr geben.

Meedio-Themes funktionieren nicht

Die Datenstruktur für Themes von TVcentral unterscheidet sich etwas von der, die bei Meedio genutzt wird, daher sind zur Nutzung von Meedio-Plugins einige anpassungen notwendig. Als erstes ist eine Sicherung der Datei default.resources aus dem Verzeichnis C:\Programme\Sceneo\TVcentral\Themes\default\ notwendig, sonst kann man nicht mehr ohne Weiteres die Themes von TVcentral nutzen.
Nun kann man sich eine gepatchte" Version der default.resources herunterladen und in dem oben genannten Verzeichnis speichern.
Desweiteren ist die Datei configuration.xml aus dem TVcentral-Hauptverzeichnis zu sichern, da als nächstes die Konfiguration angepasst werden muss.
Wenn man jetzt das TVcentral-Kofigurationsprogramm startet, sieht man eine Übersicht über die Menüstruktur von TVcentral (Abbildung 30). Hier sind unter den entsprechenden Modulen die Hitergrundbilder wie folgt anzupassen:
Modul Filme: - movies-background-img
Modul Musik: - listen-background-img
Modul Bilder: - pictures-background-img
Modul Nachrichte: - news-background-img
Modul Spiele: - games-background-img
Modul Mehr: - tools-background-img
Ausserdem ist unter dem Punkt TVcentral Hauptmenü im Reiter Modul-Eigenschaften ein alternativer Screen angegeben, welcher entfernt werden muss.
Nun sollten die meisten Meedio-Themes unter TVcentral funktionieren, aber leider halten sich auch nicht alle an die Default-Werte, weswegen man manchmal trotzdem noch Theme-spezifisch was ändern muss.

Weitere Informationen

Begriffserklärung

HTPC

HTPC steht für Home Theatre Personal Computer und wird meist als Begriff für Computer, die mittels einer speziellen Oberfläche ausgestattet sind und als Settopbox fungieren verwendet. Ein solcher Computer besteht zumeist aus ganz normaler PC-Hardware. Die Bastler legen hierbei großen Wert auf möglichst leise kleine Computer mit Steuerung über Fernbedienung und Anzeige von Daten über ein im Gehäuse eingearbeitetes Display.

Settopbox

Als Settopbox wird ein Gerät unter, oder neben dem Fernseher bezeichnet, welches z.B. zum Empfang und Dekodieren von digitalen Fernsehprogrammen verwendet wird.

Codec

Allgemein wird meist vom Codec gesprochen, egal ob ein Encoder zum komprimieren, oder ein Decoder zum dekodieren gemeint ist. Richtiger wäre nur den gesammten Codec, also Encoder und Decoder zusammen als Codec zu bezeichnen. Beispiel: DivX-Codec.

ID3-Tags

ID3-Tags sind in die MP3-Dateien eingebetete Metaiformationen zur Musik, wie Titel, Interpret, oder bei neueren ID3-Tags auch Coverbilder. Diese Inforationen kann man mit verschiedenen Tools anlegen, editieren, verwalten.
Da die Eingabe der Informationen von Hand aber sehr aufwendig und zeitraubend ist, sollte man möglichst direkt beim rippen einer Audio-CD auf ein Programm zurückgreifen, das die Informationen anhand einer Analyse der CD aus dem Internet lädt und automatisch ausfüllt.
Ich kann dazu und zur nachträglichen Verwaltung von ID3-Tags aus Erfahrung iTunes von Apple empfehlen. Zu beachten ist hierbei, das der integrierte Encoder zuerst auf MP3 zu stellen ist.
Zum Nachpflegen von MP3's kann man auch auf einige Programme zurückgreifen, welche die MP3-Dateien analysieren und dadurch auch teilweise die richtigen Informationen aus dem Internet laden können. Diese Programme kosten aber alle eine Nutzungsgebühr, teilweise pro analysiertem Lied, oder für ein Packet mit 1000 Stücken.

Rippen

Unter rippen versteht man das digitale Auslesen von Audio-CDs, bzw. das Auslesen und befreien vom Macrovision-Kopierschutz bei DVDs.
Also eine digitale Kopie eines Mediums, ohne Kopierschutz, anzufertigen. Meist fällt dieser Begriff im Hinblick auf Audio-CDs, die von verschiedenen Tools "gerippt" werden können, und teilweise direkt in MP3 encoded werden können.